Therapie Kinder und Jugendliche

In der psychotherapeutischen Arbeit mit Kindern geht es oft darum, zusammen mit den Eltern die Sprache des Kindes, die sich im Symptom zeigt, zu entschlüsseln und neue Wege des Umgangs miteinander zu finden. Diese Arbeit fordert allen Beteiligten Veränderungen ab. Daher sind die Elterngespräche zentraler Bestandteil der therapeutischen Arbeit mit Kindern. Ohne die Vernetzung mit den Eltern sind die Ausdrucksformen des Kindes für den Therapeuten nicht immer sicher einzuschätzen.
In der therapeutischen Arbeit werden diese Ausdrucksformen sowohl diagnostisch als auch therapeutisch genutzt. Bei jungen Kindern ist dies oft das Spiel, bei älteren Kindern nehmen die Gespräche allmählich den größeren Raum in der therapeutischen Arbeit ein.
In der Arbeit mit Jugendlichen geht es meist um Schwierigkeiten im Zusammenhang mit den körperlichen Veränderungen der Pubertät und deren seelische Auswirkungen. Die Anforderungen an die Fähigkeit, sich verantwortlich für die eigenen Handlungen zu zeigen, sowie die größere Bedeutung der Gleichaltrigengruppe für die eigene Selbstfindung sind oft wichtige Themen der Arbeit mit Jugendlichen. Die Gespräche mit den Eltern nehmen einen anderen Stellenwert ein als in der Arbeit mit Kindern. Ab dem 15. Lebensjahr ist das Einverständnis der Eltern nicht mehr unbedingt notwendig. Es wird aber immer mit den Jugendlichen erörtert, inwieweit dies einen Nachteil für die therapeutische Arbeit darstellt.
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist sowohl in der Einzeltherapie als auch in der Gruppentherapie möglich und Erfolg versprechend.

Als Ärztin habe ich mehrere Jahre in der Kinderklinik an der Lachnerstraße in München Erfahrungen mit Kindern und Eltern sammeln können. Seit mehreren Jahren arbeite ich in der K+J Ambulanz meines Ausbildungsinstitutes in der Diagnostik und Beratung von Eltern und Kindern mit seelischen Störungen und Symptomen.

Wie in der Therapie mit Erwachsenen findet die Entscheidung zur Therapie im Laufe der Vorgespräche statt. Wenn irgend möglich, sollten beide Elternteile sich an den Vorgesprächen beteiligen und die Therapieentscheidung mittragen.